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Pressearchiv der Kirchengemeinde Pflugfelden

Fünf Bürger als leuchtende Beispiele

Veröffentlicht am 06.12.2004
in Ludwigsburger Kreiszeitung

 Beim Feier-Abend für Ehrenamtliche die Ludwigsburg-Medaille überreicht

Mit der Ludwigsburg- Medaille ausgezeichnet: (von links) Egon Blickle, Rudolf Koch, Wolfgang Klusemann, Renate Baumeister, Margarete Kübler mit Oberbürgermeister Werner Spec. Bild: Alfred Drossel



Zum sechsten Mal hat die Stadt gestern Abend ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der Ludwigsburg-Medaille geehrt. Oberbürgermeister Werner Spec sprach von neuen Herausforderungen bürgerschaftlichen Handelns.
Unter dem Motto 'Was du verschenkst, ist nicht verloren' fand gestern Abend im Kulturzentrum ein gut besuchter 'Feier-Abend für Ehrenamtliche' statt, zu dem die Stadt und das Freiwilligen Forum Ludwigsburg gemeinsam eingeladen hatten. Im Mittelpunkt der zweigeteilten Veranstaltung stand die Verleihung der Ludwigsburg-Medaillen an zwei Frauen und drei Männer, die sich seit Jahren uneigennützig in verschiedenen Aufgabengebieten einbringen.
Oberbürgermeister Werner Spec bezeichnete das große Interesse an der Veranstaltung eine 'beeindruckende Demonstration von Gemeinsamkeit einer Stadt', die geprägt sei vom Engagement ihrer Bürger. Der Oberbürgermeister glaubt eine Phase der Veränderungen im gesellschaftlichen Leben zu erkennen. Die Finanznot zwinge zum Sparen. Spec glaubt auch, dass Veränderungen zu spät angegangen wurden. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die kommenden Aufgaben bewältigt werden könnten, wenn jeder bereit sei, sich zu engagieren. Dann werde alles erreicht, was notwendig sei, sagte er. 'Wir brauchen Solidarität in Stadt und Staat', forderte Spec. Fünf Bürgerinnen und Bürger, Renate Baumeister, Margarete Kübler, Egon Blickle, Wolfgang Klusemann und Rudolf Koch, seien leuchtende Beispiele für andere. Ihre Ehrung erfolge auch stellvertretend für viele.
Regine Friedrich (Violoncello) und Wilfried Peschke (Klavier) verliehen der Feier eine festliche Note. Geehrt wurden auch Jugendliche für ihren Einsatz bei der bundesweiten Aktion '72 Stunden ohne Kompromiss'. Das Kabarettistinnen-Duo Reginate mit Regina Hintzenstern und Renate Müller leitete mit seinen Beiträgen über zu einer Talkrunde zum Thema 'Freiwilliges Engagement in unserer Stadt'. Auf dem Podium saßen und diskutierten Gräfin Maria Gebriele Adelmann, Renate Baumeister, Claudia Becker, Monika Wedig, Vanessa Wulf und der Oberbürgermeister. Die Gesprächsleitung hatte Hendrik Rook vom Freiwilligen Zentrum. Diakon Horst Krank formulierte Gedanken zum Motto des Abends.
Alfred Drossel


Seit vielen Jahren unermüdlich für andere tätig
Egon Blickle ist seit 1968 Mitglied im Stadtteilausschuss Pflugfelden. Nach über dreißig Jahren Vorsitz im TV Pflugfelden ist er dort seit 1987 Ehrenvorsitzender. Von 1966 bis 1990 war er Vorsitzender des Krankenpflegevereins. Das Gründungs- und Ehrenmitglied des Obst- und Gartenbauvereins Pflugfelden hat auch an der Ortschronik des Stadtteils mitgewirkt.
Wolfgang Klusemann opfert seit zwölf Jahren zwei Nachmittage pro Woche für seine völlig unentgeltliche Tätigkeit im Stadtarchiv. Er ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Fördervereins Stadtarchiv und der Militärgeschichtlichen Gesellschaft, deren Geschäftsführung er 1995 übernommen hat. Auch an der Konzeption des Garnisonsmuseums im Asperger Torhaus hat er mitgewirkt.
Margarete Kübler hat mit 375 000 Euro den Hauptanteil zu 'Invitare - eingeladen zum Leben - Stiftung für Mutter und Kind' gestiftet. Sie wollte diese Auszeichnung stellvertretend für alle Ehrenamtlichen bei Invitare entgegennehmen. Denn: 'Ohne die zahlreichen, fleißigen 'Heinzelmännchen' wäre diese wichtige Anlaufstelle für Frauen nicht möglich', sagt sie.
Renate Baumeister ist in vielfältiger Weise ehrenamtlich aktiv: In der Aussiedler- und Asylbewerberarbeit, bei der Hausaufgaben-Hilfe und in einer Kleiderkammer. Sie war Vorstandssprecherin im Frauenforum, zwölf Jahre Bezirksbeauftragte der evangelischen Frauenarbeit und sie ist seit 29 Jahren Leiterin des Frauenkreises der Friedenskirchengemeinde.
Rudolf Koch ist über 35 Jahre für die Redaktion des Eglosheimer Mitteilungsblattes 'Zwischen Bahndamm und Autobahn' verantwortlich, in dem er auch das Projekt Soziale Stadt journalistisch begleitet. Außerdem ist er an der Organisation von Aktionen beteiligt, deren Erlöse ins Budget der Eglosheimer Seniorenfeiern fließen.(red)


Die Online-Publikation dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Ludwigsburger Kreiszeitung

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