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Pressearchiv der Kirchengemeinde Pflugfelden

Wenn sich Flöte und Orgel harmonisch vereinen

Veröffentlicht am 30.11.2003
in Ludwigsburger Kreiszeitung

Veröffentlicht am 30.11.2003

Wenn sich Flöte und Orgel harmonisch vereinen
Konzert in der Pflugfelder Ulrichskirche beschließt 100-Jahr-Feierlichkeiten


Hirteninstrumente und die Orgel, die "Königin der Instrumente" erfüllten zum Abschluss der 100-Jahr-Feierlichkeiten und des Kirchenjahres die Pflugfelder Ulrichkirche mit wohligen Klängen.
Frederick Stock und Janina Seidenberg sind nicht nur außergewöhnliche Musiker. Stock gilt als ein Pionier der Panflöte in Deutschland. Organistin Seidenberg, wie Stock aus Osnabrück, setzte sich von früher Jugend an mit Klavier und Orgel auseinander.
Förderunterricht beider bei rumänischen Musikpädagogen brachte ihr Spiel auf den so unterschiedlichen Instrumenten in unverwechselbarer Weise zusammen. Und ihre Auffassung über das Musizieren als eine Art Gottesdienst und Seelsorge. Damit hatten sie die Pflugfelder Kirchengemeinde schon 1999 überzeugt.
Die Einführungen zu den Stücken, die Frederick Stock mit einer Stimme so freundlich, weich und klar wie seine Flöten vorträgt, erklären, was sie bewegt, mit ihren Konzerten rund um die Welt zu reisen: Ob sie traditionelles Liedgut, Klassik, Gospel oder Klezmer in durchweg eigenen Arrangements spielen, immer wollen sie damit Beziehungen zur Schöpfung und zum Göttlichen abbilden, herstellen, vertiefen, wollen die eigene, im religiösen Glauben begründete Hoffnung und Lebensfreude weitergeben. Musik sehen sie dabei als geeignetes Mittel, um Sprach- und andere Grenzen aufzubrechen.
"Unsere Stücke mögen Sie aufbauen, seien Sie ganz hier, denken Sie nicht an Gestern und Morgen", begrüßte Stock, der mit grauem länglichem Haar und Bart, Hirtenhemd und strahlendem Gesichtsausdruck etwas von Pan, David und Guru zugleich hat.
In "Hauch der Unendlichkeit" solle die Vielfalt des Kosmos zum Klingen kommen. Zu Beginn von "Segnende Hände" beschwörte er den Wert des Sonntags. Bei "He is the Lord" aus Harlem ermunterte er die Zuhörer, innerlich mit der Musik mitzugehen.
Händel, Bach und Beethoven ließ er für sich sprechen, und sie sprachen auf neue Art, durch die holzwarmen Panflötentöne, die den Klangströmen aus den Orgelpfeifen gar nicht so unähnlich sind, sich mit diesen unter der gewölbten Holzdecke friedlich vereinten und sich wie eine wärmende Decke über die Kirchengäste legten. Feierabend war eingeleitet. Astrid Killinger



Die Online-Publikation dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Ludwigsburger Kreiszeitung

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